Hundert Fragen
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Hundert Fragen

Hier gibt es einfach mal mehrere Fragen und kaum Antworten. Die muss man sich selbt geben. Es beschäftigt uns schon sehr. Wie weit muss man gehen? Wieviel Vorwurf muss man sich gefallen lassen?

Jetzt ist sie gefühlt auf einmal da. Die Frage der Nachhaltigkeit. Vor Greta kaum ein Thema. Zumindest nicht bei den "Otto-Normal-Verschmutzern". Auf einmal ist es "in" nachhaltig zu handeln. Die breite Masse macht mit.

Aber wie? Was muss ich alles tun, um dem Anspruch der großen Masse, bzw. dem der "Ultras" nun gerecht zu werden?

Ist der Ausgangspunkt "Stand Gestern" und was ich seit dem anders mache? Welches Verhalten hatte ich vorher? Und welches lege ich nun an den Tag?

Ist es schon ein Fortschritt, wenn ich bis gestern noch Einwegtüten genutzt habe und seit heute nicht mehr? Aber trotzdem übermorgen noch in den Urlaub fliege?

Ist es ein Fortschritt, dass die Nachhaltigkeit nun "en vogue" ist. Und jeder ein bisschen mehr darauf achtet?


Hier unsere Meinung dazu:

Wir waren "Otto-Normal-Verschmutzer". Also die ganz normale Mittelschicht, die nach der Arbeit sich etwas kocht, sich dann aufs Sofa setzt und TV schaut (wenigstens arte, 3Sat oder Tatort) :-)

Was kümmert mich mein Shampoo in Plastikpulle? Urlaub? Vier mal im Jahr so günstig wie nur möglich weg! Und Shoppen? Die Stadt ist zu nervig mit all den Menschen. Also online. (wenn du dir einen Pulli kaufen möchtest, ist online tatsächlich die bessere Alternative. Es bedarf mehr CO², dein Auto anzuwerfen, als dass der Postbote -der eh bei dir vorbei kommt- es grade bei dir ablädt.)


Mittlerweile haben wir vieles umgestellt. Nutzen mehr Seife, kaufen mehr auf dem Wochenmarkt, mehr unverpackt, Fleisch aus dem Nachbarort, Kleidung mehr von heimischen kleinen Labels, und und und...

Aber wir sind nicht perfekt und wollen es morgen auch nicht werden.

Wir lassen uns von Leuten, deren Aufgabe es ist, alle mit ihren radikalen Ansätzen zu unterrichten, nicht bedrängen. Denn auch die haben ein Mobiltelefon oder einen PC, der in China hergestellt wurde. Sonst könnten sie uns online garnicht versuchen zu belehren. ;-)


Also... Es ist wunderbar, dass die Nachhaltigkeit nun mainstream ist oder wird.

Jeder soll mit Spaß und Freude anfangen, die Nachhaltigkeit für sich zu entdecken.

Jeden Tag vielleicht ein kleines Stück mehr. Dann ist viel gewonnen.

Aber bitte auch mal ein bischen Schmutz machen, wenn es der Lebensfreude dient. ;-)


LG

Eike

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